13 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich (Buch-) Bloggerin wurde

13 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich (Buch-) Bloggerin wurde

13 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich (Buch-) Bloggerin wurde

Im Juli dieses Jahr wird mein Blog bereits drei Jahre alt. Seitdem habe ich übers Bloggen unglaublich viel gelernt und bin auch oft auf die Nase geflogen.

Vor allem die harte, gelebte Bloggerrealität bringt mich immer wieder ins straucheln. Denn ich habe mir das alles ganz anders vorgestellt. Und noch immer habe ich das Gefühl, bei den anderen klappt das besser. Müheloser. Irgendwie so, wie ich mir das mal vorgestellt habe.

Aber die Struggles von denen ich schreibe, kennt sicher jeder Buchbloggende und die Erfahrungen, vor allem am Anfang, werden sich sicher bei einigen überschneiden.

Schonungslos ehrlich ist daher fast schon mein Zweitname, denn bei mir wird nichts versteckt.

Und diese Dinge hätte ich eben einfach gerne vorher gewusst. Ich wäre die ganze Sache nämlich ganz anders angegangen und hätte viele Enttäuschungen nicht gehabt. Zu diesem Blogbeitrag wurde ich übrigens von Pearl Diver of Books inspiriert, die einen ebenso relatable Artikel zum Thema verfasst hat. Vorbeischauen lohnt sich.

1. Es muss gar kein „Blog“ sein.

Ein Instagram- Account reicht heutzutage. Das wusste ich vorher tatsächlich nicht und war der Auffassung, ein Blog ist eine Webseite.

Ich bereue es absolut nicht, eine Webseite zu haben by the Way. Denn hier kann ich mich kreativ austoben und ein Artikel wie dieser hat viel zu viele Zeichen für Bookstagram. Und ich verfasse ihn gerade sehr gerne.

Aber je nachdem, was man sich von einem Blog erhofft, tut es eventuell auch ein Book- Account, sei es auf Instagram, Youtube oder TikTok.

Denn Verlage achten mehr auf Followerzahlen, und die Buchwelt ist mittlerweile auf Social Media.

Und da man einen Buchblog realistisch betrachtet nur als Hobby führen und halten kann, muss man auch realistisch betrachten, wie viel Zeit man neben dem Leben investiert.

Zeitweise erscheint es mir da fast schon unnötig so viel Zeit in meine Webseite zu stecken, wenn andere in derselben Zeit 3 TikToks erstellen und Millionen Menschen erreichen.

 2. Ein Buchblog ist ein teures Hobby

Und das muss überhaupt nicht so sein!

Für eine Webseite würde ich mich wieder entscheiden- aber es hätte keine selbstgehostete (und für mich auch teure) sein müssen. Ganz ehrlich, die Webseite von tauusendworte sieht huundertmal professioneller aus als meine 😂

Vor allem wenn man wie beim obigen Punkt dann weiß, dass eine Webseite einen auch nicht wirklich abhebt oder wirklich viel mehr bringt als ein Social Media Account. Die Zeiten sind leider vorbei, und ich bekam meine letzte Absage aufgrund der geringen Followerzahl auf Instagram.

Weiter geht es allerdings damit, dass ich mich am Anfang (und manchmal leider immer noch) viel zu sehr habe beeindrucken lassen und dachte, wenn ich dieses Buch etc. kaufe dann gehöre ich dazu. (Dann wird man mich wahrnehmen, dann gewinne ich Follower, dann werden die Verlage auf mich aufmerksam, dann werde ich auf Events eingeladen und erhalte Bloggerboxen und so weiter…)

An dieser Stelle also eine dicke fette Warnung, nicht zu viel in Bücher, die anscheinend gerade angesagt sind, Deko, Equipment für Bilder, Bildbearbeitungsprogramme oder sogar teure Kurse zu stecken.

Das ist übrigens kein Buchblog- Phänomen, sondern geht neuen Beauty und Lifestyle Bloggenden ganz genauso.

Mir persönlich hat das darüber hinaus außer einem fetten Minus auch absolut nichts gebracht und vor dieser Gefahr muss ich warnen. Denn man investiert da schnell zu viel, weil man davon ausgeht, dass es sich irgendwann (finanziell) auszahlt (Zum Beispiel in Form von Kooperationen und Bloggerevents, oder auch einfach nur dem heißersehnten Austausch von einer eigenen großen Community, die interessiert was du machst und reagiert).

Vielleicht gibt es die Handvoll Blogger, bei denen das funktioniert hat. Für die anderen tausenden von Bloggern sieht die Realität aber anders aus. Und die werden dir alle sagen, dass sie die teure Kamera und die letzten 3 Hype- Bücher eigentlich doch nicht gebraucht hätten.

3. Es interessiert am Anfang niemanden

Das habe ich mir definitiv anders vorgestellt. Und mit viel Interesse an mir, meinem Blog und den Büchern, die ich gelesen habe gerechnet.

Tatsächlich hält sich das Interesse sogar nach 3 Jahren noch sehr in Grenzen.

Das ist vor allem deshalb enttäuschend, weil mein Beweggrund fürs Bloggen ja der Austausch mit Gleichgesinnten ist. Es soll Leute geben, die das nur aus Spaß für niemanden machen, die kennen diesen Struggle nicht.

4. Alles dauert länger

Dass es ganz am Anfang keine Anfragen, Besucher und Support hagelt, war mir bewusst. In meiner Vorstellung und laut anderen Erfahrungsberichten (die mittlerweile nicht mehr up to date sind) sollte das aber nach 6 Monaten regelmäßigem posten richtig losgehen.

Und auf Bookstagram und Facebook habe ich ziemlich schnell mit meiner eigenen Community von 1000 bis 2000 Leutchen gerechnet. (Mehr hatte ich auch gar nicht vor. Das schien mir realistisch und auch lebhaft genug. Ich würde aber Lügen, wenn ich behaupte, ich hätte nicht sogar vom großen Durchbruch und zehntausenden Followern geträumt)

Mittlerweile besuchen mich sogar ein paar hundert im Monat, (lassen aber kein „Hallo“ da) und damit bin ich hier sehr zufrieden, auch wenn ich mir mehr Austausch wünsche. Anfragen hagelt es überhaupt keine (dazu komme ich noch) und auf Bookstagram habe ich bis jetzt nicht mal die 500 geschafft, obwohl ich hier definitiv die meiste Zeit und Arbeit reinstecke. Von Facebook reden wir lieber erst gar nicht.

Das soll hier an dieser Stelle aber jetzt weder ein Jammer- Beitrag werden noch jemanden entmutigen.

Es ist nur eben die Realität, und nicht nur meine.

Und ich hätte das eben einfach gerne vorher gewusst. Ich wäre nicht mit so hohen Erwartungen ans Bloggen rangegangen und ich hätte mir meine Zeit und Energie definitiv besser eingeteilt. Wie unglaublich viel hier doch ins Leere gelaufen ist und Motivation verloren ging, die ich mir immer wieder zurückholen musste.

Dann addieren sich schnell und regelmäßig Selbstzweifel dazu, da es bei allen anderen besser zu laufen scheint.

Da hilft nur: Erwartungen runterschrauben und dranbleiben. Dauerts eben länger, aber ich habe ohnehin vor das noch lange zu machen.

Was übrigens auch immer länger dauert: Beiträge und Rezensionen. Da gibt es kein „nur mal schnell“. Das dauert bei mir auch heute noch, obwohl ich jeden Prozess optimiert habe, immer länger als erwartet/ vorgenommen.

 5. Es ist viel Arbeit

So viel mehr. Nicht falsch verstehen, denn ich habe unglaublich viel gelernt in den letzten Jahren und auch Spaß daran. Ich würde nichts davon missen wollen.

Aber ich habe es mir definitiv leichter vorgestellt. Ich mein, wie schwer kann es sein, regelmäßig seine Gedanken zum Gelesenen aufzuschreiben und zu veröffentlichen?

Tja, voraussetzt du bist motiviert, hast Zeit und weißt genau, wie du deinen Leseeindruck in Worte verpackst.
Dann liest du diese immer wieder Korrektur. Fügst noch deine Buchdaten von anderen Webseiten ein. Für diese eine Rezension machst du mindestens zwanzig Bilder, bist im schlimmsten Fall nicht zufrieden und beginnst von vorne. Auswählen und dann beginnt das Bearbeiten. Und dann nochmal für jede einzelne Plattform, da ja allein schon die Größe nicht stimmt, aber auch die Anforderungen nicht überall dieselben sind.

An dem Tag schaffst du es schon nicht mehr, deine Rezension überhaupt zu veröffentlichen. Dann eben am nächsten Tag, aber bring Zeit mit, den diese eine Rezension muss unter Beachtung der Zeichenvorgabe (und Sinnhaftigkeit beim Kürzen) noch auf jede einzelne Plattform.
Dort wirfst du natürlich nicht nur deinen Inhalt rein und verschwindest wieder. Du postest zu den Beiträgen noch Storys und Links, beantwortest Kommentare und schaust bei den anderen vorbei.

Auf deiner Webseite sollte dann auch besser direkt alles am richtigen Platz sein (Bibliothek, Auflistungen) denn dazu raffst du dich sonst nur schwer wieder auf (ja ich spreche aus Erfahrung 😂)
Vergiss dabei nicht, dass dein Bild gut in deinem Bookstagram- Feed aussehen muss.
Aber dafür hast du ja einen Redaktionsplan.

Du siehst, sogar eine knackige Rezension kann schnell viel Zeit und Energie verbrauchen, und dabei ist die Zeit und Konzentration fürs eigentliche (aufmerksame) Lesen noch nicht eingerechnet.
Und dann geht bei mir die Arbeit erst richtig los, denn wie du siehst, gibt es bei mir nicht nur Rezensionen.

 Das habe ich mir aber auch so ausgesucht und bin wie gesagt froh, über alles, was ich mittlerweile gelernt habe.
Von der Bildbearbeitung zur Webseitenoptimierung bis zu Marketingstrategien und Insiderwissen über den Buchmarkt.

Aber ich hätte mir vorher niemals vorstellen können, wie viel Arbeit dieser unscheinbare Blog eigentlich wirklich bedeutet und wie viel Stunden man darüber hinaus auch gedanklich daran hängen kann 😊

Und apropos Arbeit:

6. Rezensionsexemplare müssen selbst angefragt werden

Darüber habe ich bereits einen ausführlichen Blog- Beitrag verfasst, aber es gehört definitiv in diese Liste, denn auch das hätte ich gerne vorher gewusst.

Wie machen meine Blogger- Kolleg*innen das eigentlich? Also ich meine nicht das wie, sondern das habt ihr nicht schon genug zu tun?

Und wieso hat keiner so große Hemmungen zum kleinen Bittsteller zu werden wie ich? Nennt mich eben eingebildet, aber bin nicht ich diejenige, die hier was zu bieten hat?
Wann hat sich das eigentlich um 180° gedreht?

Jedenfalls habe ich keine Zeit, mich umständlich und ausführlich in zig Online- Bloggerportalen anzumelden, um diese dann ständig zu aktualisieren und jede Woche zu prüfen, ob es ein Buch gibt, das ich anfragen möchte.

Und dass nur, damit ich mir die Mühe und Arbeit machen darf, ein Buch zu lesen, rezensieren und zu bewerben.
Oder enttäuscht in der Ecke zu sitzen, weil ich schon wieder eine Absage erhalten habe.

Auch bekomme ich von vielen Neuerscheinungen z.B. von Selfpublishern erst etwas mit, wenn ein anderer etwas darüber bloggt. Zu dem Zeitpunkt ist das Kontingent an Rezensionsexemplaren bereits ausgeschöpft, und ich kann mir eine respektvolle, personalisierte und zeitaufwendige Anfrage sparen.

Deshalb gibt es auf meinem Blog nach wie vor nur wenige Rezensionen zu Rezensionsexemplaren, und diese sind bisher zu 99% über Lovelybooks, wofür ich den Blog überhaupt nicht gebraucht hätte und auch nicht speziell ausgewählt wurde.

Auch wenn ich mir vorher vorgestellt hatte, man würde mir mit Anfragen die Tür einrennen. Damit habe ich auch viele unnötige Kosten in Kauf genommen, da ich dachte, mit ein paar Rezensionsexemplaren habe ich das wieder drin.

Nicht das ich deswegen überhaupt mit dem Bloggen angefangen habe, aber der Preis schien mir damals fair (Buch gegen Rezension) und ich dachte das wäre auch üblich. Zumindest ab einem gewissen Punkt (so 6 Monate regelmäßig bloggen und hey, ich bin auch ziemlich cool).

Jedenfalls entspricht das alles nicht meiner Vorstellung. Und ich weiß hier ehrlich noch nicht, wie ich damit in Zukunft umgehe. Aber zum Glück habe ich mit dem Bloggen direkt zwei neue Hobbys gestartet, ganz ohne dass ich etwas dafür tun musste: Bücher kaufen und SuB maximieren 😉

Der Lesestoff wird mir dadurch also trotzdem nie ausgehen. Nur diese Form von Anerkennung fällt eben weg.

7. Die Zielgruppe existiert nicht

Was wäre denn die optimale Zielgruppe für meinen Buchblog eigentlich? Darüber habe ich mir vorher nie Gedanken gemacht, aber logisch war für mich:

Buchverrückte, Lesende, Leute auf der Suche nach Empfehlungen für neuen Lesestoff und solche, die dieselben Bücher lesen.
Also im Prinzip so jemanden wie mich, bevor ich mit dem Bloggen begonnen habe.
Zu dem Zeitpunkt habe ich eine Webseiten- Buchbloggerin aktiv im Internet verfolgt und kannte etwa 4 Buchseiten auf Facebook. Deren Inhalte habe ich gelikt und kommentiert und sehr zu schätzen gewusst. Ansonsten habe ich mir meine überschaubaren SuB- Bücher einfach im Buchhandel ausgesucht.

Tja, tatsächlich gibt es solche Leute kaum oder nicht. Die Bezeichnung „Leser*in“ scheint mir nur ein Adjektiv für Buchbloggende. Und jeder ist irgendwie Blogger. Und die meiste Zeit habe ich daher das Gefühl, niemand interessiert sich für meinen Blog, Rezensionen oder Beiträge, sondern kommentiert Beiträge und folgt mir nur, damit ich im Gegenzug folge und kommentiere.

Gerne supporte ich Buchbloggende, denn wie cool sind die eigentlich?
Aber vorgestellt habe ich mir das anders. So eine richtige „Fanbase“ scheint mir unerreichbar.

Hätte ich das vorher gewusst, ich hätte meinen Content ganz anders erstellt.

Denn schöne Bilder und Rezensionen reichen heutzutage wirklich nur mit ganz viel Glück.

Darüber hinaus macht uns das auch blind für die Arbeit der anderen. Wir wundern uns alle, warum die Reichweite so schlecht ist, obwohl wir so viel Arbeit reinstecken. Hier hatte ich schon einige Chats, in denen ich gemerkt habe, mein Gegenüber denkt er arbeitet mehr an seinem Blog (der einzig als Bookstagram- Account existiert) als ich und hätte deshalb mehr Unterstützung und meine wertvolle Blog- Zeit verdient.

Und genau deshalb sieht das dann nach außen hin so aus, als wäre das alle keine Arbeit, nur Spaß, Hobby, Herzblut und man macht es ja gerne. Und ist dann dementsprechend keinem Verlag oder anderem Bloggenden etwas wert.

Tja, wenn ich irgendwann gar keinen Bock mehr auf die Arbeit an meinem Blog habe, dann werde ich Vollzeit- Supporterin von Buchbloggenden, so viel steht fest.

8. Supporten ist nicht Buchbloggen

Die Sache mit dem Support ist der wohl größte Bullshit der Bloggerszene, der sich aber unglaublich hartnäckig hält.

Natürlich gehören Buchbloggende supportet. Sie sind absolute Superhelden und ich habe diesem Thema bereits einen eigenen Blogbeitrag gewidmet.

Würde ich einmal zählen, wie oft mir das supporten von anderen Blogs als Lösung präsentiert wurde und jeweils einen Euro erhalten, ich könnte mir diese Webseite finanzieren. 3 Mal.

Tatsächlich kann ich aber 3 Stunden am Stücke tausende Herzen verteilen, und absolut gar nichts zurückerhalten. In dieser Zeit hätte ich mich aber auch wunderbar um meinen eigenen Blog kümmern können und zusätzlich noch ein paar Minuten nur Wenige, aber dafür richtig supporten können.
Denn was ist mir selbst lieber: Wenn tausende Leute nur einmal vorbeischauen und ein Herz dalassen, oder wenn fünf Leute jede Woche zehn Minuten nur für mich haben, eine Nachricht schreiben, Kommentieren und etwas teilen?
Daher habe auch ich nur noch einen kleinen Kreis an Bloggenden, die ich supporte, aber dafür regelmäßig und gänzlich.

Und bekomme ich das zurück? Nein. Die Leute nehmen das, ohne sich Verpflichtet zu fühlen, dass zurückzugeben, und ich erwarte nichts zurück, weil ich diese gerne supporte und das auch gerne ohne Verpflichtung einfach angenommen werden darf. Ich möchte mich auch selbst nicht mehr verpflichtet fühlen.

Ich hätte das nur gerne von Anfang an so gehandhabt, denn ich habe viele Stunden in der Woche damit verschwendet andere Bloggende zu bejubeln, weil ich gerne selbst bejubelt worden wäre. Erfolglos.

Daher: Support ist wichtig. Sehr wichtig.
Aber Support ist keine Lösung.

9. Es wird mit zweierlei Maß gemessen

Es beschäftigt mich heute noch, dass ich als Rückmeldung zu meinen eigenen, schlechten Erfahrungen mit Bookstagram die Rückmeldung bekam, der Text wäre viel zu negativ.
(Nicht von irgendjemandem trolliges, sondern einer aktiven Followerin)
Irgendwann kam ich zu dem Schluss, dass ich trotzdem lieber ehrlich bin und meine negativen Erfahrungen eben negative Gefühle mit sich ziehen, die ich einfach nicht glücklich und freudestrahlend wiedergeben kann.

In meinen Storys verzichte ich mittlerweile darauf, negatives zu teilen. Denn hier bekam ich gleich zweimal die Rückmeldung, ich würde nur jammern.

Puh, gehörte für mich halt einfach dazu auch zu teilen, dass ich einen Nervenzusammenbruch hatte, weil einfach niemand reagiert hatte. (Habe eine Frage gestellt. Mittlerweile juckt mich das tatsächlich nur noch selten, wenn nichts passiert. Aber an dem Tag blieb mir im wahrsten Sinne des Wortes die Luft weg. Ich freue mich jedoch nach wie vor über jede Interaktion).

Zweierlei Maß heißt: Innerlich zucke ich trotzdem zusammen, wenn das jemand macht, aber dafür gefeiert wird. Weil er so ehrlich ist.

Und das finde ich gut. Dass das gefeiert wird, meine ich, nicht das zusammenzucken.

Wusstest du das auf eine negative Reaktion drei positive folgen müssen, um die Psyche nicht zu belasten?
Kein Wunder nehmen uns diese harschen Worte immer so mit.

Mit negativen Rückmeldungen habe ich vorher tatsächlich nicht gerechnet. Vielleicht zu einer negativen Rezension, aber nicht dafür, was ich mache und wie ich es mache (da ich selbst ja nie auf Angriff gehe, warum auch?).

Ich wünschte mir hätte vorher jemand gesagt, dass ich das getrost ignorieren kann. Denn es wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen.

Lass dich nicht verunsichern, denn viele schießen auch nur um sich, um die Konkurrenz zu verdünnen und finden dich insgeheim viel zu cool.

10. Alleinstellungsmerkmal wird überbewertet

Was habe ich mir vor der Erstellung den Kopf zerbrochen. Auch wenn ich damals nicht wusste, wie unglaublich viele Bloggende es draußen wirklich gibt, so wusste ich doch, dass ich kein schwammiges Dream, Tea & Books Profil möchte, sondern auffallen.

Diese zwei Dinge habe ich dann gelernt:

  • Du kannst die langweiligsten Flatlays ever posten (weißes Bettlaken, Buch und Blume Bild um Bild um Bild. Oder das jeweilige Buch im selben Winkel vorm Bücherregal Buch um Buch um Buch. Und Farbe bitte Pastell) und trotzdem zehntausende Follower haben.

    Mich schreckt das zwar komplett ab und mir ist meine Zeit zu schade dafür, mir die immer gleichen Bilder anzuschauen, aber seltsamerweise funktioniert das tausendfach besser, wie der Aufriss, den ich jedes Mal mit meinem Messingblech veranstalte.

  • Bring deine Katze aufs Bild. Wenn diese nicht posieren will, dann warte, bis sie schläft und positioniere alles um sie herum. Diese Bilder (von mir) genügen nicht meinem eigenen Anspruch, aber schaffen mehr Aufmerksamkeit und Konversation als jedes perfekte Bild ohne Katze.

    Also scheiß auf Widerkennungswert und Alleinstellungsmerkmal. Hauptsache das Tier ist drauf. Ich weiß noch nicht, wie das finde, dass meine Katzen die Stars meines Buchblogs sind. Aber was mühe ich mich hier eigentlich so ab? 😂

11. Die meisten Erwartungen bleiben unerfüllt

Sei es Rückmeldungen oder auch Wachstum und Sichtbarkeit: Die meisten Erwartungen haben sich bis heute nicht erfüllt und werden es wahrscheinlich auch nie.

Da hilft es sich bewusst zu machen, weshalb man angefangen hat. Hier habe ich mich nämlich schon oft verzettelt auf meinem Weg.

Ursprünglich wollte ich einfach mit anderen Buchverrückten in Kontakt treten und mich über das Gelesene austauschen. Denn es gibt bis heute niemanden in meinem privaten Umfeld, der mit meinem Hobby Lesen wirklich etwas anfangen kann. Durch den Blog habe ich mir erhofft, von diesen Leuten gefunden zu werden und dann auch Bücher empfehlen kann.

Das Portfolio wird aber schnell größer. Man will gemocht werden, man will Autor*innen unterstützen. Man will zurückunterstützt werden.

So habe ich anfangs auch viele Bücher versucht zu puschen, die ich unglaublich geliebt habe und liebe. Habe hier die Autor*innen und Verlage verlinkt und sogar Fanbriefe (z.B. als Instagram- Post) geschrieben.

Und dann kam nichts zurück. Kein Danke, kein Re- Post. Ich mein klar, ist ja absolut selbstverständlich für mich, soviel (zusätzliche) Arbeit da reinzustecken.

Anscheinend ist das aber wirklich selbstverständlich, und meine Erwartungen an die Buchwelt einfach zu hoch.

Jedenfalls muss ich mich auch heute noch immer wieder darauf zurückzentrieren, warum ich das mache.
Nicht als Vollidiot, der anderen Leuten selbstverständlich die Arbeit abnimmt für nichts und mit Herzblut, damit derjenige mehr Bücher verkaufen kann (und wenn ich sie noch so toll finde, deshalb bin ich nicht hier).

Natürlich unterstütze und bejuble ich auch weiterhin Autor*innen und ihre Werke. Aber es reicht, eine gute Rezension zu schreiben. Ich hätte einfach gerne vorher gewusst, dass es sich nicht lohnt die Extrameile dafür zu gehen. Und aus meiner Erfahrung gehen alle Blogger eine Extrameile nur deshalb, weil sie sich etwas davon erhoffen und nicht deshalb, weil sie unglaublich gerne andauernd für nichts und Herzblut und Spaß ein paar Extrameilen gehen.

Und auch die andere Seite kann sich gerne erst bei mir beweisen. Klingt falsch, aber wenn man darüber nachdenkt, läuft es eben andersherum und ergibt auch keinen Sinn.

Jeder Bloggende möchte für die viele Arbeit gerne wertgeschätzt werden. Dafür muss sich niemand schämen, als wäre Leidenschaft für etwas eine tatsächliche Währung.

Und ich kenne meinen Wert mittlerweile. Und das solltest du auch, besser früher als später, denn all die Energie, Arbeit und Motivation kann man besser verwenden.

Deine Zeit und Arbeit sind nicht selbstverständlich. Punkt und Ausrufezeichen.

12. Wir sind (eigentlich zu) viele

Tausende und Abertausende. Ich bin mir sicher, auch in zehn Jahren noch nicht jedes Booksta- Profil und jeden Buchblog wenigstens einmal besucht/gesehen zu haben.

Das hätte ich wirklich gerne vorher gewusst. Deswegen ist es so schwer gesehen zu werden und deswegen gibt es kaum Austausch (klar, ein Buchbloggender möchte gern selbst besucht werden, dafür arbeitet er/ sie viel).

Und deswegen werde ich wahrscheinlich niemals zu den „großen“ gehören. Und unsere Arbeit immer selbstverständlicher und weniger wert.

Alles ok, aber es hilft ungemein das richtig einordnen zu können. Die Erwartungen nicht so hochzuschrauben, dass diese nur enttäuscht werden können.

Und sich bewusst zu werden: Es liegt nicht an dir, deinem Content oder daran, dass du nicht noch mehr machst.

13. Alle zweifeln an sich und ihrer Arbeit und verlieren oft den Spaß

Es gibt nur nicht jeder zu. Und besonders viel am Anfang, wenn man noch frisch und unverbraucht unendlich Energie in den Blog steckt, aber ohne das Extra- Quäntchen Glück einfach nichts passiert.

Hätte ich das nur vorher gewusst

Dann hätte ich mir definitiv viel unnötigen Stress, Selbstzweifel und Tränen gespart.

Aber leider sieht das bei anderen immer so einfach aus, weil kaum jemand seine (negativen) Erfahrungen teilt. Auch dadurch konnten meine Erwartungen überhaupt so hoch sein zu Beginn. Und so oft enttäuscht werden.

Ich hoffe mein Beitrag bietet einen realistischen Eindruck in die Buchbloggerwelt, aber meine Beobachtungen bestätigen, dass es nicht nur mir so geht.

Lass uns darüber reden

Was hättest du gerne vorher gewusst? In welchen Punkten kannst du mir zustimmen und in welchen nicht? (Da bin ich wirklich gespannt 😂)

Lass es mich gerne wissen!

❤❤❤

23 Gedanken zu „13 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich (Buch-) Bloggerin wurde

  1. Ich nicke vor mich hin beim Lesen. Und ich stelle fest, was sich in fünfzehn Jahren so alles verändert hat. Ja, es sind wahnsinnig viele Buchblogs geworden. Ich erinnere mich, als man sie an zwei Händen abzählen konnte. Und damals kannte das mit dem Kommentieren kaum jemand, meine Erfahrung war, dass manche sogar irritiert reagierten, als ich bei ihnen kommentiert habe (ich kannte das aus einem Forum so). Aber dann gab es eine ganze Weile einen sehr regen Austausch. Aber dann … schossen die Blogzahlen hoch, wohlgemerkt deren Anzahl. Korreliert sehr schön damit, als REs versemmelt wurden wie nix. Und dann kam Instagram. Nein, die Accounts da sind keine Buchblogs! Blogs sind ein ganz eigenes Medium.
    Dass die ganze Szene immer Bildzentrierter wird, hat mir schon vor einer Weile Sorgen bereitet. Nur noch Pastell, nur noch schön, nur noch gute Laune. Finde ich doof. Aber es scheint vieles auszureichen. Ansonsten habe ich in den letzten Monatsausblicken einiges zu Neuerscheinungen und Co. geschrieben, die ja (leider!) stark von der Social-Media-Blase diktiert werden. Nur wieso? Wieso lässt sich ein verlag alle anderen Zielgruppen entgehen?
    Wenn das mit der zeit nicht immer so eine enge Sache wäre bei mir, würde ich das mit dem Kommentieren wieder stringenter angehen. Das hat damals viel Spaß gemacht. Aber meist lese ich einen Blogbeitrag und wenn ich ihn kommentieren kann, dann bin ich meist zu müde. Oder vergesse es. 🙁
    Ansonsten ist es ein Hobby, dass man eben für sich macht.

    1. Vielen Dank für deine Rückmeldung ❤
      Ganz zustimmen kann ich dir beim letzten Satz nicht, denn ich mach das hier nicht nur für mich. Ich hoffe schon immer, dass es auch ein paar Leutchen sehen und interessiert, denn sonst könnte ich meine (buchigen) Gedanken auch einfach in ein Tagebuch schreiben 😂
      Aber beim Thema Blog kann ich dir zustimmen: Das ist eigentlich kein schnelllebiger Pastell- Account.
      Nur leider alles, was Verlage und Buchverrückte momentan interessiert. Meine letzte Absage bekam ich ja aufgrund der geringen Followerzahl auf Insta. Dabei habe ich hier doch ordentlich was zu bieten, auch über Release eines Buches hinaus…
      Und das mit dem kommentieren kenne ich gut 😊 Da sollte ich viel öfter bei allen vorbeischauen…

  2. Hallöchen!

    Ein spannender Beitrag und ich mag es, wenn man ehrlich und direkt sagt, was man denkt. Wenn anderen das nicht passt, ist es ihr Problem 🙂

    Deshalb direkt zu Punkt 1 – ein Buchblog ist für mich ein Buchblog. Und zwar das, wo ich hier gerade schreibe. Eine FB Seite ist was anderes, genauso ein Instagram Account. Das wird zwar von vielen mittlerweile als Blog bezeichnet, ist aber für mich einfach was anderes, ein komplett anderes Format. Da bin ich oldschool 😀

    Auf FB und insta sehe ich die Beiträge zwar gerne mal durch, hab aber keine Lust zu kommentieren etc., weil da alles zu schnelllebig für mich ist. Anders als auf meinem Blog.

    Und ja, es steckt viel Arbeit drin und ich hab meinen Blog auch vor allem für den Austausch gemacht. Das ging damals, also vor 13 Jahren als ich angefangen hab, noch recht leicht, weil das Bloggen da irgendwie gerade erst angefangen hatte und viel ausgetauscht wurde. Auch durch die vielen “TAGs” mit fragen, die man weitergereicht hat, hat man viele andere kennengelernt. Das ist mittlerweile anders geworden.
    Austausch-Aktionen gibts aber immer noch viele:
    https://blog4aleshanee.blogspot.com/2014/08/blogger-aktionen-woechentlich-und-jederzeit.html

    Zum Austausch allgemein: man muss kommentieren. Das hab ich in all den Jahren gelernt. Wenn man drauf wartet kommt nichts. Aber wenn man aktiv wird und bei anderen kommentiert, dann schauen die meisten auch vorbei und kommentieren ebenfalls. So entsteht dann auch ein regelmäßiger Kontakt, man lernt sich besser kennen, ob der Buchgeschmack zusammenpasst oder nicht, man holt sich gegenseitig Buchtipps usw. Da muss man aber eben selber anfangen 😉

    Jedenfalls hat sich vieles geändert und Blogs sind aus dem Boden geschossen ohne Ende, viele haben aber keinen langen Atem und hören auf oder wechseln zu insta & Co., was in den letzten Jahren wirklich sehr zugenommen hat.
    Ich bleibe aber hauptsächlich bei meinem Blog, weil ich hier viel schöner gestalten kann, alles viel ruhiger und langlebiger vonstatten geht – von meinem Gefühl her 😉

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Hallo Aleshanee,
      deine Rückmeldung hat den perfekten Einleitungssatz ❤❤❤
      ich wünschte wirklich, ich hätte die alten Zeiten noch erlebt. Heute scheint wirklich alles über die sozialen Medien zu laufen.
      Auch wenn ich meine Webseite sehr gerne führe, weiß ich ehrlich nicht ob ich sie überhaupt hätte, wenn ich das vorher herausgefunden hätte.
      Aber vielleicht ist das auch mein Glück 😉
      Beim kommentieren hast du natürlich recht. Aber hier schaue ich gerne bei dir vorbei, weil ich gerne bei dir vorbeischaue (ist ja auch ein richtig cooler Blog❤) und nicht, damit du vorbeischaust. Weißt du was ich meine?
      Dir viele liebe Grüße zurück❤

      1. Ja, es gibt natürlich einige Blogs, bei denen ich mittlerweile gerne einfach so vorbeischaue, bzw. wenn ich einen Beitrag im Blogroll sehe, der mich anspricht. Oder eben auch bei den Monatsrückblicken 😀
        Aber dazu muss man ja erst welche kennenlernen: heißt kommentieren. Kommt was zurück oder nicht? Wird geantwortet oder nicht? Ergibt sich ein Gespräch, entdeckt man Gemeinsamkeiten etc. Das merkt man ja erst wenn man sich ein bisschen hin und her geschrieben hat – und so sind dann im Laufe der Jahre doch einige Blogs zusammen gekommen, bei denen man gerne vorbeischaut. Und kommentiert 😉

    1. Antworten in Echtzeit😂 gerade freigeschaltet❤
      Dauert irgendwie gerade immer längerbei mir, da ich auch gerne antworten möchte und nicht nur freischalten.😉

      1. Alles klar 🙂
        Ich kenne einige, die das so machen. Ich hatte nur den obigen Kommentar gesehen und gedacht – meiner ist nicht da? Manchmal werden sie ja dann doch im Spam verschluckt, und das ist dann schon ärgerlich…

  3. Hallo 🙂

    Ich bin soeben über Aleshanees Stöberrunde zu deinem Beitrag gekommen und deine Punkte finde ich recht interessant.

    Ein Blog ist ein Blog und weder ein Insta-Account noch sonst irgendetwas. Jedenfalls für mich. 😀 Man hat halt doch viel mehr Freiheiten und die Inhalte sind nachhaltiger. Instagram hat mir anfangs gut gefallen, aber das war rasch abgenutzt. Ich will Meinungen zu Büchern lesen und keine Bilder davon sehen. Cover etc. sehe ich zum Glück selbst.
    Zum Thema der nachhaltigen Beiträge auf (echten) Blogs: Meine wirklich alten Beiträge werden nach wie vor aufgerufen. Daran sehe ich, dass sich das Bloggen für mich “lohnt”.

    Ja, die Katzen. 😀 Katzen sind pure Magie. Weiß ich aus eigener Erfahrung, weil ich sehr oft an Katzenvideos hängen bleiben. XD

    In meiner Anfangszeit habe ich relativ viele Rezensionsexemplare angefragt. Verlage und Autoren lernen dich und deinen Geschmack mit der Zeit kennen und bieten einem später aktiv welche an. Mittlerweile nehme ich keine Rezensionsexemplare mehr an (bzw. ganz, ganz selten), weil es mir zu viel Druck ist, ein Buch in einer gewissen Zeit zu lesen und zu rezensieren. Ich stehe voll im Berufsleben und kann mir die Bücher, die ich lesen möchte, zum Glück meistens leisten oder in der Bibliothek leihen.

    Es kommt eben alles sehr auf die Erwartungshaltung an. Zum Thema Austausch kann ich nur sagen, dass du selbst aktiv werden musst, wenn dir dieser wichtig ist. Es gab und gibt Bücherblogs, bei welchen ich einen Kommentar oder eine Frage zu einem Beitrag hinterlasse und nie jemand antwortet. Interessanterweise jammern genau diese Blogger oftmals, dass auf ihren Blogs viel zu wenig Austausch ist. Aber da steckt das Wörtchen “TAUSCH” drin – daher, man unterhält sich, wozu mindestens zwei gehören. Außer du bist ein Chatbot, dann reicht einer. 😉
    Jedenfalls muss man nicht gleich antworten, aber irgendwann, wäre schon fein. Ich habe Unterhaltungen auf anderen Blogs laufen, die gehen schon über Monate – manchmal im Wochen- oder Monatstakt. Weitere Unterhaltungen laufen auf mehreren Blogs gleichzeitig, was auch recht witzig ist.
    Fazit: Wenn dir der Austausch wichtig ist, dann empfehle ich, sich unters Buchvolk zu mischen.

    Ich habe ganz tolle Buchmenschen auf diesen Weg kennengelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Das ist mein Grund, warum ich blogge. Und meine Erwartung ans Bloggen war, die Perlen unter den Büchern und Lesenden zu finden, Empfehlungen zu bekommen und genauso Empfehlungen zu erhalten.

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Hallo Nicole,
      Danke dir für deine Ergänzungen❤
      „Katzen sind pure Magie“- Genial! 😂
      Du hast natürlich recht mit dem Austausch- da muss man auch selbst aktiv sein.
      Habe aber oft das Gefühl, ich werde hier (gerne) missverstanden. Ich schaue jetzt nämlich auch bei dir vorbei, einfach weil ich mich sehr über deinen Besuch freue.
      Noch lieber hätte ich deinen tollen Blog gerne selbst gefunden, denn so bleibt immer der „Beigeschmack“ des „Kommentieren nur weil kommentiert wurde“, verstehst du was ich meine? Wie gesagt, ich habe das Gefühl die Botschaft kommt wirklich gerne falsch an, da sie offensichtlich sehr für Wellen sorgt 😂
      Und: Wie mischt man sich unters Buchvolk? 😂
      Ich glaube ich weiß was du meinst, möchte aber nochmal anmerken, dass mein Blog, der Riesenaufwand und das viele Geschwafel hier einzig dazu dient, mich unters Buchvolk „zu mischen“.
      Vor die Tür gehe ich (offensichtlich) nicht so gerne 😂
      Viele liebe Grüße zurück❤

      1. Hm, also kommentieren nur weil kommentiert wurde – das mögen vielleicht manche denken – aber wer freut sich denn nicht über einen Kommentar?
        Wenn ich wo kommentiere und der- oder diejenige dann auch bei einem meiner Beiträge vorbeischaut und kommentiert, freue ich mich. Das zeigt Interesse. Man antwortet, bekommt eine Gegenantwort und kommt vielleicht ins Gespräch. Dann hat man Lust auch wieder dort zu kommentieren, weil etwas zurückkommt – und man nicht ins Nichts hinein schreibt 😉

        1. Glaube wir meinen verschiedene Arten von Kommentaren und Kontaktaufnahme 😂
          Unsere Art Kommunikation hier fällt nämlich unter die Sorte, die ich gerne habe und sehr zu schätzen weiß❤
          Hatte aber wirklich genug Leute hier und auf meinem Booksta- Account, die wirklich nur da waren um auf sich Aufmerksam zu machen- sonst nichts.

      2. Ach was, den Beigeschmack musst du einfach runterschlucken. Solange dein Kommentar Sinn ergibt und Bezug zum Beitrag hat, passt das schon. Früher gab es immer diese Kommentare: “Du hast einen tollen Blog. Ich folge dir jetzt und freue mich auf deinen Besuch” – diese hatten einen faden Geschmack. ^^

        Du machst es schon recht gut, dich unter’s Buchvolk zu mischen. Allgemein würde ich sagen, klicke dich durch verschiedene Blogs, stöbere durch die Beiträge und folge denjenigen, die dich inhaltlich interessieren. Du musst ja nicht immer gleich und überall kommentieren. Aber wenn du einen Beitrag siehst, zu dem du was zu sagen hast, solltest du auch nicht zögern. So entstehen Gespräche, ganze Unterhaltungen und mit der Zeit vielleicht sogar Freundschaften.

        Das Bloggen ist aufwendig und sollte in erster Linie Spaß und Freude machen. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie aufwendig dieser oder jene Beitrag ist, sondern mache es einfach, weil es mir Freude bereitet und ich dabei abschalte. Der einzige Grund, wenn ich mit dem Bloggen zurückschalte ist, wenn mir aus beruflichen Gründen die Zeit fehlt.

        Ich habe den Eindruck, dass du ein Ergebnis sehen willst. Mein Ergebnis ist, dass ich Spaß habe. Für mich ist es auch so, wenn mir etwas am Bloggen oder an der Bloggerwelt keine Freude macht, dann blende ich es einfach aus. Ich muss mich dann nicht damit auseinandersetzen. Es ist mein Hobby und nicht mein Job. Weißt du, was ich meine?

        1. Mit dem Kommentieren trifft du den Nagel auf den Kopf- was meine Gründe angeht ticken wir allerdings unterschiedlich. Ich mache mir die viele Arbeit hier nicht aus Spaß oder zum Spaß- nicht zu verwechseln mit „mit Spaß“ übrigens 😂
          Genau darüber verfasse ich gerade einen Beitrag.
          Ausführliche Kommentare wie deine zeigen mir aber, dass meine Arbeit ankommt und wertgeschätzt wird- danke dir dafür❤ So macht mir das bloggen dann auch richtig Spaß😊

  4. Hallo,
    ich habe deinen Beitrag mit viel Interesse und auch Zustimmung gelesen. In vielen Punkten stimme ich mit dir sehr überein. Allerdings bin ich beim Start meines Buchblogs von ganz anderen Voraussetzungen ausgegangen. Es sollte von Anfang an ein reines Hobbyprojekt werden. Aus diesem Grund habe ich auch eine kostenlose Website gewählt. Und über jeden Kommentar und Follower freue ich mich natürlich. Was ich wirklich sehr unterschätzt habe, ist die Arbeit die die Erstellung irgendeines Beitrages macht. Zu Anfang habe ich mir einen richtigen Plan gemacht. Es sollte min. jeden 2. Tag einen Beitrag geben. Jetzt bin ich mittlerweile froh, wenn ich jeden Monat meine Leseplanung veröffentlichen und aktuell halten kann. Auch mit der Blogflaute, die jedes Jahr eintritt, kann ich mittlerweile umgehen. Wofür ich mir immer gerne Zeit nehme, ist die Beiträge von anderen durchzugehen. Und wenn es etwas Interessantes gibt, kommentiere ich auch gerne. Eine Rückmeldung im Gegenzug erwarte ich nicht unbedingt, eben weil meine Beiträge so sporadisch kommen und mehr meinem eigenen Statistik-Nerd dienen, als irgendwelche Informationen zu geben. Ich wünsche dir trotz allem weiterhin viel Spass beim Erstellen deiner Beiträge.
    Liebe Grüße Christin

    1. Hallo Christin,
      vielen lieben Dank für deine Rückmeldung❤
      Nur für mich hätte ich mit dem Bloggen tatsächlich nie angefangen. Da werde ich aber auch leider gerne missverstanden.
      Ich plane einen Blogbeitrag, in dem ich Unterschied von „Aus Spaß“ und „Mit Spaß“ noch einmal beleuchte, da bin ich auch sehr über die Rückmeldungen gespannt.
      Fühle mich hier mit meinen Gründen, aus denen ich mit dem bloggen angefangen habe, doch sehr alleine.
      Viele liebe Grüße zurück❤❤❤

  5. Hi, ich bin über die Stöberrunde auf dem Weltenwandererblog hierher gekommen und möchte quasi aus Ex-Blogger und Instagrammersicht einen Kommentar dazu abgeben.

    Als erstes kann ich dir einfach in so vielen Punkten zustimmen. Es ist quasi eine Zusammenfassung der meisten Punkte, die mich dazu bewogen haben, nach knapp über 10 Jahren mit dem ganzen Wahnsinn aufzuhören, auch wenn er mir immer noch Freude bereitet hat (ich hatte in den Blogs Lesen nach glücklich und We read Indie meine Finger im Spiel und ebenso in den entsprechenden Insta-Accounts).

    Wie einige vorher schon geschrieben haben, sollte man das Bloggen und die Insta-Sachen wirklich trennen. Blogs setzen sich meiner Meinung nach viel intensiver und auch tiefgründiger mit den Büchern auseinander. Das ganze kann Instagram per se schon gar nicht bieten, aufgrund des ganzen Mangels an Platz für Texte. Das das aber egal ist, hast du ja schon geschrieben, da Insta ja vielmehr bildorientiert ist. Das war einer der Punkte, die mich zum aufhören bewogen haben. Es war einfach zu eintönig geworden und auch der ganze Aufriss für ein paar follower war mir einfach zu groß. dem entgegen der Blog, der kaum noch Zugriffszahlen generiert hat, obwohl man da sehr viel Herzblut reingesteckt hat.
    Dann war mir noch die ganze Oberflächlichkeit der Kommunikation ein Dorn im Auge, die du auch sehr treffend analysiert hast. Man sagt zwar von nichts kommt nichts, aber ich hatte das Gefühl, dass man größtenteils in einem luftleeren Raum kommuniziert hat. Ohne schall und Rückkopplung.

    insgesamt empfand ich es als sehr Schade, welche Entwicklung das alles genommen hat und ein bisschen vermisse ich all den Quatsch auch. Aber letztendlich war mir dann der ganze Aufwand zu schade.

    Deinem Blog behalte ich zumindest mal im Auge und kommentiere bei Gelegenheit ein bisschen. Denn das ist ja ein bisschen das Salz in der Suppe beim Blogger, nicht wahr?

    Viele Grüße
    Marc

    1. Hallo Marc,
      vielen lieben Dank für deine tolle Rückmeldung!
      Ich habe mich sehr gefreut, auch darüber, damit nicht alleine zu sein 😂
      Diese Prise Salz hat mir gerade tatsächlich den Tag gerettet❤❤❤

  6. Ahoi ,

    durch Aleshanees Stöberrunde habe ich diesen Beitrag und deinen Blog entdeckt – schade, dass ich nicht schon viel früher darüber gestolpert bin! Aber jetzt bleibe ich definitiv als Leserin; ich mag deine Ästhetik und vor allem was & wie du schreibst ^^

    Und ich kann gerade so relaten… gerade dass mit den Followerzahlen und darangekoppelten Absagen, dass die Buchwelt mittlerweile gefühlt in Reels & TikToks stattfindet… Und auch wie viel “Arbeit” das alles ich; fühl ich ^^ Früher hab ich nach dem Veröffentlichen einer Rezension ja auch immer nach anderen gesucht und dort kommentiert; mittlerweile scheint der Google-Algorithms aber anders zu funktionieren (oder ich zu nischige Bücher zu lesen), sodass ich kaum noch Blogrezensionen finde… Und das passt ja auch wieder sehr gut zu dem, was du schreibst – das hier ist irgendwie alles eine Bubble; Buchbloggende kommentieren bei anderen Buchbloggenden; klassische “Leser*innen” (also ohne Buchblog/Bookstagram/Booktook) scheint es hier überhaupt nicht zu geben, dabei schreiben wir doch theoretisch für diese Menschen?!

    Danke auf jeden Fall für diesen ausführlichen Einblick in deine Erfahrungen, bei denen ich viele teile – und trotzdem: Das Bloggen & die (online) Buchwelt möchte ich nicht mehr missen! 🙂

    Liebe Grüße
    Ronja von oceanloveR

    1. Hallo Ronja,
      vielen lieben Dank für deine Rückmeldung❤❤❤
      Da habe ich mich besonders gefreut 😊
      Für dich zur Info: Deine beiden Kommis sind bei mir im Spam gelandet, ich denke wegen dem Link (der mich persönlich nicht stört, sondern sogar begrüße). Wollte das nur rückmelden, da dir das evtl. dadurch häufiger passiert.
      Liebe Grüße zurück❤

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