(5) Wege Buchbloggende zu unterstützen, die (fast) nichts kosten

(5) Wege Buchbloggende zu unterstützen, die (fast) nichts kosten

(5) Wege Buchbloggende zu unterstützen, die (fast) nichts kosten

Mit Sicherheit weißt du, wie unglaublich cool Buchbloggende sind. Sie sind quasi die Superhelden und heimlichen Stars der Buchbranche.

Aber wusstest du

Wie viel Arbeit sie sich machen? Natürlich gerne, mit Leidenschaft und Herzblut betreiben und erstellen sie Webseiten, füllen diese unermüdlich mit Leben, machen Bilder, bearbeiten diese bis ins letzte Detail für jede Plattform, sind quasi ständig online und wissen über alles in der Buchbranche Bescheid, sind ständig gedanklich beim Blog und allzeit bereit ihre Buchliebe in Content zu verwandeln und Büchern eine Stimme zu geben. Schnell kommen so bis zu 20 Stunden (und auch mehr) Arbeit in der Woche zusammen, neben Job und Leben, unentgeltlich, unermüdlich. Ich sag’s doch: Superhelden.

Aber wusstest du auch

Dass sie quasi ständig an sich und ihrer Arbeit zweifeln? Dass sie selbst gar nicht wissen, wie hell sie leuchten und wie wichtig sie wirklich für die Buchbranche sind? Dass sie all diesen unglaublich tollen und kreativen Content erstellen, um ihre Liebe zu Büchern in die Welt hinauszuschreien, während sie sich fühlen, als ständen sie vor einem riesigen Abbiss der alles, was Sie tun, kommentarlos schluckt?

Und wusstest du wie einfach es ist, ihnen zu zeigen, wie wichtig ihre Arbeit ist und dass du sie wertschätzt?
Wusstest du wie unglaublich wichtig Support und Rückmeldungen für Buchbloggende sind, weil sie die meiste Zeit einfach nur hoffen, ihre Arbeit wird gesehen und wertgeschätzt?
Dass es oft die kleinen Dinge sind, die unsere Superhelden für all die Arbeit kompensieren und ihnen Motivation schenken?

Denn

Die Zeiten sind schlecht für Buchbloggende.
Eine Aussage, die so oder so ähnlich schon seit Jahren immer wieder verbreitet wird, und doch gab es dank Social Media & Co. noch nie so viele von uns.
Und genau das ist dieses Jahr das aktuelle Problem. Mittlerweile denke ich nämlich, das Buchbloggen niemals „Out“ werden wird. Wir sind eine treibende Kraft in der Buchbranche, die an Wertigkeit nur weiter zugenommen hat. Aber die Fluktuation wird immer größer. Und das ist unglaublich schade, denn so viele tolle Bloggende schmeißen das Handtuch, weil sie sich nicht gesehen fühlen und denken, ihre Arbeit würde niemand wertschätzen. Dabei ist es so einfach, Buchbloggende etwas Aufwind zu geben und zu unterstützen. Keiner meiner Punkte ist wirklich „neu“, aber tatsächlich denkt man nicht immer daran oder weiß nicht, wie unglaublich viel diese kleine Gesten einem Buchbloggenden bedeuten können.

Hier sind sie nun, meine fünf Wege, Buchbloggende zu unterstützen. Die ersten vier kosten nur ein bisschen Zeit😊

1 Verpasse keine Beiträge und Posts

Die Währung bei Bookstagram sind leider nicht Herzblut und Bücherliebe, sondern Follower. Dementsprechend folgst du deinen Lieblingsblogs sicher bereits. Doch selbst dann verpasst oder siehst du Beiträge nicht, denn der Algorithmus spielt da mittlerweile nicht mehr mit.
Daher solltest du deine Lieblingsaccounts als Favoriten speichern. Das wiederum belohnt der Algorithmus für deinen Lieblingsblog.
Folgst du deinen Lieblingsblogs schon auf anderen Social Media Kanälen? Der Inhalt wird sich nicht groß unterscheiden (ist jedenfalls bei mir so), trotzdem zeigst du so, dass du die Mehrarbeit siehst und zu schätzen weißt.
Auch Webseiten lassen sich leicht im Blick behalten. Dein Lieblingsblog hat vielleicht einen Newsletter, RSS- Feed oder ist bei Bloglovin?
(Bei mir klappt das gerade mit dem RSS- Feed nicht richtig. Über neue buchige Beiträge informiere ich über Social Media)

2 Lies Beiträge und Posts

Das klingt natürlich sehr kreativ und offensichtlich, was? Aber Hand aufs Herz: Wie oft scrollst du nur durch und lässt vielleicht ein Herz da? Kostet es wirklich so viel mehr Zeit, die Beiträge auch wirklich zu lesen?
Und die wenigsten folgen einem Link zu meinen (ausführlichen) Blogbeiträgen. Vielleicht kannst du mit diesem Zeitaufwand ein paar Beiträge weniger nur oberflächlich betrachten, dafür weiß dein Lieblingsbloggender dann, dass er sich die Mühe nicht umsonst macht.

3 Interagiere und kommentiere

Auch hier wieder: Wie offensichtlich kann man sein?
Natürlich machst du das. Aber ich möchte hierbei noch auf etwas aufmerksam machen. Nämlich dass auch Kommentare nicht super ausgefallen und kreativ sein müssen. Ich habe erst auf einem englischsprachen Blog gelesen, dass auch ein einfaches „schönes Bild“ vollkommen ausreicht.
Und das hat mich zum Nachdenken gebracht und mein Verhalten verändert.
Denn wie oft sehe ich eine Rezension zu einem Buch, dass mich nicht interessiert, und wenn eine Frage im Post ist, dann: „Willst du das Buch noch lesen?“
Trotzdem ist das Buch meist unglaublich kreativ in Szene gesetzt. Man sieht wie viel Arbeit in und um diese Rezension steckt. Man möchte das mitteilen. Und kommt sich blöd vor „schönes Bild“ zu kommentieren. Und Instagram denkt im schlimmsten Fall irgendwann man sei ein Bot. Jetzt kommt das aber: Ich freue mich selbst über jeden Kommentar. Und poste auch Bücher, mit denen manche nichts anfangen können. Trotzdem gefällt den Leuten, was ich mache, sie möchten mir das mitteilen, aber halten sich zurück, weil- ja warum eigentlich? Natürlich kann ich nicht mehr antworten als mich zu bedanken. Aber darum geht es nicht. Es geht darum deinem Lieblingsblogger zu zeigen, wenn dir gefällt, was er macht und wie er´s macht.
So einfach, so offensichtlich. So selten gemacht 😉

4 Teile Beiträge und Posts

Nicht nur auf Bookstagram. Aber auch hier solltest du öfter mal einen gelungenen Beitrag in deinen Storys posten.

Teile, wenn dich jemand inspiriert. Zu diesem Beitrag von Bibliosophie wurde sie mit durch meinen Beitrag inspiriert und hat das erwähnt. Eine Kleinigkeit, die mir unglaublich viel bedeutet hat!
Nenne Buchblogs namentlich, wenn du dir auf ihre Empfehlung ein Buch gekauft hast.
Als Privatmensch erzählst du wahrscheinlich weniger öffentlich, wenn dich ein Buchblogger inspiriert. Schreibe in diesem Fall gerne einen Satz als Privatnachricht. 
Wie wäre es mit einem Support- Beitrag? Wusstest du, dass es die Reichweite eines Buchblogs erhöht, wenn dieser oft auf anderen Webseiten verlinkt wird? (Dasselbe gilt natürlich auch bei den sozialen Medien.) Daher erwähne deine Inspirationsquellen!
Das ist für mich persönlich eine der höchsten Ehrungen ❤❤❤

Hierzu habe ich auch noch zwei Ideen:
Im Juli dieses Jahres habe ich einige ältere Bücher gelesen und war nicht so motiviert, Rezensionen zu verfassen. Daher habe ich den Monatsrückblick genutzt, um tolle Rezensionen von anderen Buchbloggenden zu verlinken.
Eine weitere tolle Idee findest du bei Aleshanee (weltenwanderer). Sie veranstaltet auf ihrem Blog einmal im Monat eine Stöberrunde und präsentiert interessante Beiträge von Buchbloggenden.
Diese Idee finde ich unglaublich cool, support vom Feinsten quasi😊

Und nicht vergessen: Gib den verlinkten Blogbetreibern Bescheid. Denn bei Links auf anderen Blogs bekommt man das sonst nicht mit und es wäre eine verpasste Gelegenheit, dem Bloggenden mitzuteilen, dass er/sie großartig ist und tolle Arbeit leistet!

5 kleine Finanzspritzen und Geschenke

Der letzte Weg, Buchbloggende zu unterstützen, kann auch etwas kosten. Am wenigsten kostet es dich, dir ein Buch/Produkt über einen Affiliate- Link von einem Blog zu kaufen, wenn du es ohnehin kaufen möchtest. Dabei entstehen dir keine Mehrkosten, aber der Buchbloggende kann darüber ein bisschen was verdienen.

Und wusstest du, dass Buchbloggen ein sehr teures Hobby ist? Ganz abgesehen davon, dass sehr viel unbezahlte Arbeitszeit in einen Buchblog fließt, profitieren die wenigsten von Rezensionsexemplaren, Bloggerboxen und Eventeinladungen.

Daher bezahlen selbst die „großen“ Buchbloggenden noch Bücher, Merch, Kostüme und Deko selbst.
Auch eine Webseite kostet.
Daher ist eine finanzielle Wertschätzung eine tolle Unterstützung, wenn du es dir leisten kannst.

Meine Tipps:

  • Viele Webseiten haben einen „Buy me a Coffee“- Button, bei dem über Drittanbieter eine kleine „Spende“ bezahlt werden kann. Diese liegt meist zwischen 2 und 3 Euro, in der Größenordnung eines Kaffees also.
  • Wieso nicht mal einem Buchbloggenden eine Fanpost schicken? Wertschätzender und persönlicher geht eigentlich gar nicht. Auch hier liegen die Kosten nur bei Karte und Briefmarke. Der Wert der Freude des Buchbloggenden liegt dagegen bei unbezahlbar, garantiert😉
  • Bücher verschenken.
    Viele Buchbloggende haben ihre Amazon- Wunschliste öffentlich zum Stöbern. Ein Buch hiervon zu kaufen und versenden gehört mit zu den teuersten Dingen, die ich aufzähle.
    Alternativ hast du vielleicht gerade Bücher aussortiert, und findest eines davon auf der Liste?

Zuletzt: Regelmäßig!

Vergiss nicht, diese Punkte regelmäßig anzuwenden. Klar hat man mal wenig Zeit, und ein kurzer Kommentar ab und zu ist besser als gar nichts, aber richtiger Support und Unterstützung ist nichts Einmaliges.

Dazu solltest du nicht tausend Bloggenden folgen, denn so verlierst du garantiert 990 aus dem Blick, die deinen Support ebenso verdient haben. Konzentriere dich dafür auf wenige, aber unterstütze diese dafür richtig und regelmäßig.

Und auch Komplimente dürfen, nein müssen sogar wiederholt werden! Die meisten kommentieren meine Webseite/ meinen Booksta- Feed nur einmal. Gerne möchte ich glauben, wie toll sie meine Arbeit finden. Allerdings schleicht sich der Zweifel über diese Aussage schnell ein, wenn man nie wieder etwas (in der Art) hört.

Und jetzt du!

Hinterlasse mir als Buchbloggender gerne einen Kommentar, worüber du dich am meisten freust. Habe ich etwas vergessen? Ab in die Kommentare damit!

Immer noch hier? Jetzt aber los zu deinen Lieblingsbloggenden, Support und Liebe verteilen!

❤❤❤

18 Gedanken zu „(5) Wege Buchbloggende zu unterstützen, die (fast) nichts kosten

  1. Wow, ein richtig spannender Beitrag mit tollen Tipps! Da hab ich selbst noch nicht alles gewusst! Der buy me a coffee button ist eine interessante Idee 🤔

    Und ein großes Dankeschön für die Verlinkung 🤩

    Liebe Grüße,
    Sophie

  2. Schönen guten Morgen!

    Ein toller Beitrag! Da sag ich ganz herzlichen Dank, weil es einfach so wichtig ist, dass man das Gefühl hat, dass die Beiträge nicht ungesehen in der Versenkung verschwinden und wir uns alle so sehr freuen, wenn wir merken, dass die viele Zeit, die wir in unsere Blogs investieren, auch irgendwo ankommt 🙂

    Ein Like, ein Teilen, und ja ein kurzer Kommentar kann da schon Wunder wirken! Ich hab mir früher schon öfter gedacht, dass so ein kurzer Kommentar nicht so schön ist, aber manchmal hat man eben auch nicht so viel zu sagen – aber immerhin nimmt man sich die Zeit und schreibt ein kurzes Statement, so dass man weiß: es wurde gesehen, gelesen, und jemand hat sogar was dazu geschrieben. Ein schönes Gefühl 🙂

    Vielen Dank natürlich auch für die Verlinkung! Die Stöberrunde gibt es schon viele Jahre und ich mach das immer noch sehr gerne. Überhaupt verlinke ich gerne andere z. B. auch in Rezensionen oder anderen Beiträgen. Ich like und teile gerne auf den anderen social medias, merke aber auch dass das viele nicht machen. Dabei wäre das wirklich nur ein Klick…

    Vielleicht wird das ja aber auch wieder mehr 🙂

    Ich wünsch dir einen schönen dritten Advent <3

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Liebe Aleshanee,
      vielen lieben Dank für diese tolle Rückmeldung! Sorry dass ich so lange zum freischalten gebraucht habe. Dabei freue ich mich immer sehr über diesen Austausch.
      Viele liebe Grüße zurück❤❤❤

  3. das waren wieder viele wichtige und sinnvolle Punkte – und das Tolle daran: man erhöht mit dem vielen Kommentieren auch die eigene Reichweite und wer selbst andere unterstützt, wird höchstwahrscheinlich auch eher unterstützt 🙂

    also: danke, dass du bloggst!!!

  4. Mein 2. Kommentar zu einem deiner Bloggartikel.
    Bei Bookstagram und Co kann ich leider nicht helfen. Aber ich habe jetzt deinen Blogg als Verlinkung auf meinem Handy. Das ist doch auch schon was. 😀
    Ich finde es recht interessant, was du zum Bloggerdasein schreibst, weil das eine völlig fremde Welt für mich ist.
    Eine Anmerkung hab ich allerdings. Du schreibst, dass viele Bloggende einen öffentlichen Amazon-Wunschzettel hätten. Warum eigentlich Amazon? Müssten nicht gerade Buchblogger an Kooperationen mit den kleinen freien Buchhandlungen vor Ort interessiert sein? Weil sie durch ihren ständigen Kontakt mit der Buchwelt für den Überlebenskampf dieser Buchhandlungen sensibilisiert sind?
    Gibt es da eventuell vielleicht wie ne Art Bewegung in der Bloggerszene, das große A mal zu umgehen und die kleinen Läden zu bevorzugen?

    Liebe Grüße

    1. Huhu,
      dein erster Kommentar muss irgendwo verloren gegangen sein. Sehe noch weitere von dir (so viele Nachträge 😂❤), aber keinen vorherigen.
      Auf jeden Fall freue ich mich sehr über deine Rückmeldung(en)!

      Tatsächlich denke ich, dass die wenigsten Amazon „unterstützen“ bzw. beziehen die meisten Buchblogger die ich kenne ihre Bücher vorrangig über den Buchhandel.
      Dennoch ist die Wunschliste- Erstellung auf Amazon sehr praktisch, da hat man alle Wunschbücher auf einen Blick und kann z.B. als Blogger den Link zu dieser Wunschliste teilen und jeden „reinschauen“ lassen.
      Daher hat das eher praktische Gründe.

      Viele liebe Grüße zurück und danke dir fürs Speichern von meinem Blog❤❤❤

  5. Schönen guten Morgen!

    Deinen Beitrag hab ich heute gerne in meiner Stöberrunde verlinkt. Da passt er natürlich perfekt hin und ich hoffe, dass es mit dem Austausch unter uns Buchbloggern auch in diesem Jahr so schön weitergeht 🙂

    Liebste Grüße und ein schönes Wochenende!
    Aleshanee

  6. Ein wirklich toller Beitrag von dir!

    Als Buchblogger konnte ich beim Lesen deiner Zeilen oft einfach nur nicken. Es sind die kleinen Gesten, die so viel bewirken können. Ein liebes Wort, ein kleines Lob, ein Herzchen und natürlich auch Kommentare …
    All das drückt Wertschätzung aus und motiviert.

    Liebe Grüße
    Tanja :o)

  7. Welch wunderbarer Beitrag! Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast. Über deinen Beginn musste ich sehr schmunzeln – toll geschrieben.
    Natürlich habe ich mir deine Beitrag direkt abgespeichert, um künftig darauf verweisen zu können.
    Liebe Blubbergrüße – von Superheldin zu Superheldin 😉
    Anka

    1. Liebe Superheldin Anka,
      vielen lieben Dank für die nette Rückmeldung ❤❤❤
      Da muss ich doch direkt bei dir vorbeischauen 😉
      Liebe Blubbergrüße zurück❤

  8. Hallo 🙂
    Ich bin soeben durch Aleshanees Stöberrunde auf deinen Beitrag gestoßen. Das ist ja schon eine Liebeserklärung an uns Buchbloggende. <3

    Ich freue mich immer sehr, wenn mir jemand einen Kommentar da lässt und ganz viel Freude habe ich daran, wenn sogar richtige Gespräche unter meinen Posts entstehen. Manches Mal bin ich gar nicht daran beteiligt, sondern die Kommentierenden unterhalten sich aufgrund meines Beitrags über Bücher. Mission erfüllt, oder? Mir ist der Austausch wichtig und ich freue mich, dass wir Lesebegeisterten unseren Platz in der Online-Welt gefunden habe.

    Jedenfalls danke für deinen tollen Beitrag, denn über diesen habe ich mich auch sehr gefreut. 🙂

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Hallo Nicole,

      vielen lieben Dank für die nette Rückmeldung ❤❤❤
      Da muss ich doch direkt bei dir vorbeischauen 😉
      Und dir nur voll und ganz zustimmen 😂

      Liebe Grüße zurück

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