Die “Ophelia Scale- Reihe” von Lena Kiefer- durchwachsenes Lesevergnügen

Die “Ophelia Scale- Reihe” von Lena Kiefer- durchwachsenes Lesevergnügen

Rezension

[Spoilerfrei]

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an meine Rezension zum ersten Band der Reihe: Fan- Fieber geht anders.

Zu dem Zeitpunkt war ich mir nicht sicher, ob ich diese Reihe weiterlesen werde. Die günstige Taschenbuchausgabe und ein mieser Cliffhänger haben mich Schlussendlich überzeugt.
Letzten Monat habe ich daher also Band zwei und drei gelesen und die Reihe beendet.

[Selbstgekauft, aber kann dich sowasvon beeinflussen]

Erwartungen:

Den ersten Band habe ich mir letztes Jahr als Hardcover in meiner örtlichen Buchhandlung bestellt, weil ich die Reihe immer wieder auf Bookstagram gesehen habe.
Ich lese sehr gerne Dystopien und die Rezensionen waren durchweg positiv.
Deutsche Dystopien sieht man wie ich finde immer noch wenig, daher war ich sehr gespannt.

Setting:

Der König hat die Technologie verboten und zwingt die Menschen dazu, analog zu leben. Für eine technikbegabte Teenagerin wie Ophelia, die mit allerlei Technik aufwuchs, ist ein Leben ohne diese keine Option.
Sie hat sich einer kleinen örtlichen Widerstandsgruppe angeschlossen.
Als der König neue Rekruten für seine Leibwache sucht, sieht Ophelia ihre Chance. Sie wird dem König so nahe wie möglich kommen und ihn mit Hilfe des Widerstands stürzen.

Der Reihen- Auftakt

Der erste Band konnte mich leider nicht richtig überzeugen.
Für mich war es schwer reinzukommen, doch es wurde besser.
Problematisch war für mich das Erzähltempo. Auch mit den Protagonisten wollte ich nicht so richtig warm werden.
Für dieses Buch habe ich verhältnismäßig ziemlich lange gebraucht. Es hat mich einfach nicht wie erwartet in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil selbst war meist gut, was mich anfangs richtig gestört hat waren die vielen Zeitsprünge. Auch habe ich nicht verstanden, warum die Autorin eine Szene ausgeschrieben hat, und die nächste wieder übersprungen. Viele Szenen schienen mir das Buch nämlich nicht voranzubringen, sondern nur zu strecken.
Erst ab Seite 250 begann mich das Buch mitzunehmen und wurde richtig interessant. Gerade mal die letzten hundert Seiten haben mich richtig geflasht. Außerdem habe ich schon lange keinen so miesen Cliffhänger mehr gelesen.
Nachdem mich das Buch also endlich in seinem Bann hatte und die Charaktere etwas Tiefe bekommen haben, endet das Buch!

Nach diesem richtig starken Schluss war ich mir also unsicher, ob ich weiterlese.
Allerdings war mir auch klar: Wenn die nächsten beiden Bände so stark weitergehen wie der erste endet, ist der Hype tatsächlich gerechtfertigt.
Es war gut zu erkennen, wie sehr sich die Schwachstellen im Laufe des Buches gebessert haben.

Die Folgebände

Als ich dann Band zwei als Taschenbuch gesehen habe, dachte ich, ich gebe der Reihe weiter die Chance mich einzufangen.
Nach all den positiven Rezensionen konnte ich mir kaum vorstellen, dass es nicht absolut lesenswert weitergeht.
Die Autorin wird in ihrer Entwicklung ja wohl unmöglich wieder einen Schritt zurück gemacht haben, oder?

Tatsächlich beginnt Band zwei so gut wie der erste endete. Ich war sofort drin in der Geschichte und bin zeitweise nur so durch die Seiten geflogen, auch wenn es hier die ein oder andere Länge gibt.

Und leider blieb Band zwei der stärkste Band der Reihe.
Bei Band drei musste ich mich teilweise wieder richtig durchquälen.
Hier ist dann wieder seitenweise gefühlt nichts passiert, die Story kam nicht voran.
In Band zwei hatte die Protagonistin eine Aufgabe, und ich konnte ihre Emotionen unglaublich gut nachvollziehen.
In Band drei hat sie ständig darauf gewartet, dass etwas passiert.
Irgendwann waren dann zumindest die Fragen geklärt und die Reihe bekam noch schnell einen sehr sauberen Abschluss.

Fazit:

Leider kann ich die Reihe nicht hypen, auch wenn ich es gerne würde. Wie bei Band eins bleibt mein Fazit dabei, dass es hier noch Luft nach oben gibt und ich lange versucht war, die Reihe besser zu bewerten als ich sie tatsächlich finde.
Natürlich hat die Reihe auch lobenswerte Aspekte. Zum Beispiel hat die Handlung solide Eckpunkte die immer wieder zusammenfinden. Viele Stellen haben mich auch richtig mitnehmen können.
Leider ist es hier aber nicht gelungen, das durchgängig zu halten und man hätte extrem viele Stellen komplett streichen können, ohne die Geschichte zu verändern.
Daher ist und bleibt mein Fazit zur Reihe leider durchwachsen.

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