„Kompass ohne Norden“ von Neal Shustermann

„Kompass ohne Norden“ von Neal Shustermann

Kurzrezension zu „Kompass ohne Norden“ von Neal Shustermann und Brandon Shustermann

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Buchdetails:

ISBN:9783446260467
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag: Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:20.08.2018

Erwartungen:
Wie auf dem Bild gut zu erkennen bin ich bekennender Neal Shusterman- Fan. Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch aber durch den Aspekt der psychischen Krankheit, die darin behandelt wird.
Auf lovelybooks wird das Buch eigentlich immer mit verwirrend beschrieben. Das musste ich mir einfach mal ansehen, den darunter konnte ich mir ehrlich gesagt gar nichts vorstellen….

Cover/Qualität Print:
Schönes Hardcover ohne Schutzumschlag, genauso wie ich Bücher mag. Mir gefällt übrigens der Titel sehr gut. Hat was Poetisches. Sehr treffend.

Zeichnungen:
Im Buch verteilt sind „Zeichnungen“ von Brandon Shusterman, die während seiner Therapie entstanden. Zeichnungen in Anführungszeichen, weil, na ja…
Es gibt dem Buch definitiv eine persönliche Note und ist deshalb auch ein schöner Gedanke. Da die Illustrationen während einer Therapie entstanden, sollten sie außerdem nicht beurteilt werden, sondern einfach auch Ausdruck sein dürfen, und schon gar nicht von mir.
Hiermit entschuldige ich also bei Brandon Shusterman dafür, dass ich mir beim Betrachten dennoch Gedanken machen musste, und ich mit dem kleinkindähnlichen Gekritzel absolut nichts anfangen kann, und beim Lesen in der Mittagspause schnell umgeblättert habe.

Charaktere/Setting/Schreibstil/Meinung/Fazit:

Es geht um Caden und seinen Weg in und aus einer Psychose, auch wenn nie eine genaue Diagnose genannt wird. Dabei geht der Autor sehr sensibel und einfühlsam mit dem Thema um, und zeigt mehr als nur Cadens Empfinden, weil keine psychische Erkrankung der anderen gleicht.
Ebenso musste ich oft lachen, doch noch öfter musste ich staunen.

Das verirrende sind die Kapitel auf dem Schiff (hier ist Caden ein Schiffsjunge). Schon zu Anfang mischen sie sich unter und man weiß als Leser nicht so recht, was man damit anfangen soll. Auch später klärt sich das nicht so hundertprozentig, also mutmaße ich einfach, dass das die tiefen Welten von Caden sind, wenn er komplett in der Psychose drinsteckt. Wie gesagt, das war allerdings auch für mich verwirrend.

Die etwas klareren (teils schizophrenen) Gedanken von Caden gefielen mir besser (klingt vielleicht doof, hat das Buch aber ungemein aufgeheitert und das Buch lesenswert gemacht).

Alles in allem ist es dennoch ein Empfehlenswertes Buch. Hier habe ich Neal Shusterman noch einmal ganz neu kennengelernt. Nur wenige Autoren trauen sich an diese Themen ran und noch weniger schaffen einen so respektvollen Umgang damit.

Ebenso habe ich nach dem Lesen das Gefühl, mehr über psychische Erkrankungen zu wissen, allem voran über die paranoide Schizophrenie und akute Psychosen.

Nach dem Lesen kann ich definitiv nachvollziehen, was die anderen Rezensenten mit „verwirrend“ meinen. Dennoch bin ich absolut froh, mir das Buch gekauft und auch an schwierigen Stellen weitergelesen zu haben.

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