[Rezension] zu „Vom Mut des ersten Fisches, der das Wasser verlässt“ von Anne Hoffmann

[Rezension] zu „Vom Mut des ersten Fisches, der das Wasser verlässt“ von Anne Hoffmann

Rezension zu „Vom Mut des ersten Fisches, der das Wasser verlässt“ von Anne Hoffmann

[Für dieses Buch habe ich mich bei der Leserunde auf Lovelybooks beworben und wurde ausgelost]

Erwartungen:

Der Titel verspricht Tiefgründiges, der Klappentext Humor. Coming of Age geht immer und hatte ich schon viel zu lange nicht mehr.

Cover/Qualität Print:

Die Qualität ist sehr gut, ich liebe, dass es ein Hardcover ist. Das Cover ist nicht zu jugendlich und passt samt Titel gut zur Geschichte.

Setting:

Ich bin ein Blobfisch. Was zum Teufel ein Blobfisch sein soll? Genau das ist der Punkt.

Felix ist 16 Jahre alt, vernünftig, kontrolliert, immer perfekt. Eine alte Seele, wie die Erwachsenen sagen. Doch davon hat er jetzt genug. Er will nicht länger den Aufpasser für seine kleine Schwester spielen und endlich mal Zeit für sich haben, vielleicht sogar Freunde finden. Aber so richtig aus seiner Haut kann er nicht. Eines Tages lernt er in einer verkommenen, verlassenen Villa die mysteriöse Lina kennen. Eine Hexe, wie sie sich selbst nennt, die sich vor nichts und niemandem zu fürchten scheint. Die beiden sind wie Feuer und Wasser, könnten unterschiedlicher kaum sein, und doch wird der Lost Place immer wieder ihr gemeinsamer Treffpunkt. Aber irgendetwas scheint dort ganz und gar nicht zu stimmen. Spukt es hier etwa? Sie tun sich zusammen, um das Geheimnis des alten Hauses zu ergründen und Felix muss nicht nur lernen, was wahre Freundschaft bedeutet, sondern auch, endlich für sich selbst einzustehen.

Schreibstil:

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut.

Über die Jugendsprache bin ich anfangs allerdings gestolpert. Hier weiß ich nicht, ob ich das cringe oder nice finde.
Jedenfalls ist die Sprache so umgesetzt, wie ich mir Jugendsprache vorstelle, aber eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass die Jungen so sprechen. Ein Blick auf den Jahrgang der Autorin bestätigt das.
Hier würde ich gerne noch rausfinden, wie das bei der tatsächlichen/altersgerechten Zielgruppe ankommt.

Erzähltempo

Hier gibt es ein paar Sprünge. Das Buch handelt von einem Zeitraum von ca. vier Monaten, also nicht zu lange. Aber das wochenlang nichts passiert ist nicht logisch. In meiner Jugend ging das alles schneller 😂

Meinung/Fazit:

Jungendsprache und Tempo beiseite, habe ich das Buch sehr gerne gelesen und fand die Charaktere sehr gelungen dargestellt. Ebenso gefällt mir die Nutzung der Metaphern, eine ist sogar in den Titel geflossen.
Auch die Story um das alte Haus ist cool, aber leider keine Geistergeschichte. Das Buch handelt mehr um Freundschaft. Wir begleiten den Protagonisten ein kleines Stück auf seinem Weg raus aus seinem Blobfisch- Häuschen. Und für mich hat sich das gelohnt.

Für ein Highlight reicht es allerdings nicht ganz, denn dafür war es mir etwas zu wenig und es fehlt der Funken, den es richtig von anderen Jugendbüchern abhebt.
Trotzdem ein schönes Leseerlebnis.

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