Warum mich die “Katmere Academy Chroniken” von Tracy Wolff nicht mitnehmen konnten (Bisher „Crave“ und „Crush“)

Warum mich die “Katmere Academy Chroniken” von Tracy Wolff nicht mitnehmen konnten (Bisher „Crave“ und „Crush“)

*Spoilerfrei*
[Selbstgekauft, aber kann dich sowasvon beeinflussen]

“Crave” von Tracy Wolff hat die Community letztes Jahr unglaublich stark beschäftigt. Und auch ich konnte eine der begehrten Erstauflagen mit farbigem Buchschnitt ergattern und meine Erwartungen waren riesig.

Tatsächlich gehörte die “Biss- Reihe” von Stefanie Meyer zu den Buchreihen, die mich zur Vielleserin gemacht haben. Zur Vampir- Fanatikerin hat mich die Reihe nicht gemacht, aber mich so in ihren Bann gezogen, dass ich noch heute das Urban- Fantasy Genre bevorzuge und Bücher mit Twilight vergleiche.

Nach heutigen Standards ist die Twilight- Reihe natürlich auch nicht mehr das Maß aller Dinge. Vieles müsste man daher heute anders bewerten.

Auch deshalb war ich so gespannt auf die Umsetzung von “Crave”.

Die ersten Rezensionen die ich dazu gelesen habe, waren allesamt überschwänglich positiv. Umso Größer war meine Enttäuschung dann über das, was ich tatsächlich bekommen habe.
Je mehr Leute das Buch gelesen haben, desto mehr hat sich das Bild in der Community aber geändert.
Plötzlich hieß es: Entweder man hasst Es oder man liebt Es, es gibt nichts dazwischen.
“Hass” wäre mir jetzt zu übertrieben ausgedrückt aber ja, um es zu lieben habe ich nicht nur zu viele Kritikpunkte, ich kam mir zusätzlich beim Lesen komplett für dumm verkauft vor.
Das spiegelt sich auch in meiner Rezension von “Crave” wider, die ich dir am Ende verlinke.

Heute möchte ich kurz begründen, warum diese Reihe nichts für mich ist und ich den zweiten Band abgebrochen habe.

Mit Band zwei habe ich der Reihe die Möglichkeit gegeben, mich doch noch einzufangen. Auch weil hier die Community-Meinungen wieder auseinander gehen. Und der zweite Band schon Leute mitreißen konnte, die den ersten gehasst haben. Genauso interessant für mich wie diejenigen, die den ersten Band in den höchsten Tönen gepriesen haben und von der Fortsetzung enttäuscht sind.

Ich habe mich übrigens selbst schon gefragt, ob die Bücher überhaupt von derselben Autorin sind. Aber ich dachte eher deshalb, weil ich Band Eins auf Deutsch und Band Zwei auf Englisch gelesen habe.
Dagegen spricht allerdings, dass ich mich das bereits im ersten Band gefragt habe.

Das Buch startet für meinen Geschmack nämlich unglaublich gut und mitreißend. Hier wird die Protagonistin aus ihrem alten Leben gerissen, um auf ein von ihrem Onkel geführtes Internat in Alaska zu kommen. So schnell wie mich das Buch hier hatte, so schnell hat es mich dann auch wieder verloren. Nämlich als Grace auf den Love- Interest trifft.
Seitenlange Verwirrung pur.
Hier habe ich angefangen, etwa alle paar Sätze aufzublicken und mich zu fragen, ob das gerade hier wirklich so steht und was das eigentlich soll.
(Keine Angst ich spoilere nicht, sondern gebe meinen Leseeindruck wieder)
Die Szene liest sich wie die ersten Seiten, die die Autorin jemals geschrieben hat und die niemals überarbeitet wurden. Als wüsste die Autorin selbst nicht, was sie mir eigentlich gerade mitteilen will. Ich war absolut fassungslos.
Keine hundert Seiten und ich wollte schon abbrechen, aber es wurde auch wieder besser. Nur weder inhaltlich noch stilistisch vergleichbar mit den ersten Seiten. Etwa bei der Hälfte war ich mit den Nerven komplett am Ende. Mehrmals wollte ich abbrechen, aber irgendwie hat es mich auch gereizt.
Wie sollte ich das nur rezensieren? Ich hatte so viele Gedanken beim Lesen und eigentlich wirklich keinen Spaß. Irgendwann habe ich mir Block und Stift geholt und meine Gedanken notiert.

Hier Teile ich allerdings nur diese, die nicht Spoilern:

  • Was war das?
  • Passiert eigentlich irgendwann mal wieder was?
  • Wie kommt man denn bitte auf den Namen Jaxon Vega?
  • Warum ist das so unlogisch?
  • Warum kapiert die Protagonistin nichts?
  • Wo kommen die ganzen 5-Sterne Bewertung her?
  • Ist das auf Englisch besser?
  • Ganz schön unkreativ und nervig…

Die ganze Liste enthält übrigens ausführliche 37 Punkte, aber diese hier zeigt bereits deutlich, wie frustriert ich war.
Was am Schluss für mich blieb war der starke Anfang, das Potenzial der Story, und die Möglichkeit mitreden zu können.

Was die Autorin aus dem Potenzial gemacht hat, lässt mich immer noch mit dem Kopf schütteln. Genauso wie über die Vorlage, die das so genommen und übersetzt haben und die Lektoren, die gerne auf Logik- und Stilfehler hätten achten dürfen.

Eigentlich war das Thema dann damit auch für mich abgehakt.

Als ich in meinem Irland Urlaub dann den zweiten Band gesehen habe, hat es mich dann aber doch gereizt.
Vielleicht ist es auf Englisch tatsächlich besser dachte ich,und die ganzen Fans können sich doch nicht irren, vielleicht liegt es doch an mir?
Außerdem hat Band eins ziemlich mies geendet und es werden insgesamt sechs Bände. Da habe ich dem Ganzen dann doch noch eine Chance gegeben.

Neun Monate nach dem Kauf und nach dem es schon drei Monate auf Deutsch erschienen war.

Und wieder: Ein sehr starker Anfang, der mich sofort mitgenommen hat. Außerdem ist hier entweder der Schreibstil zehnmal besser oder es liegt am Englischen.
Trotzdem habe ich auf ca. Seite 250 dann abgebrochen.
An diesem Punkt kam für mich persönlich leider auch schon die Story einfach seit 200 Seiten nicht mehr voran. Auch wenn ich diese gelungener finde.
Hier habe ich mir dann eingestanden, dass mich diese Reihe nicht mehr mitnehmen wird, selbst wenn es mir an diesem Punkt nicht so künstlich aufgeblasen vorgekommen wäre.
Das muss mir auch kein Fan übelnehmen. Ich bin sicher, dass jemand der die Story, die Charaktere und den wechselhaft guten Schreibstil mag, an dieser Stelle gebannt weitergelesen hätte und hat.

Liebe Community, hier bin ich jetzt endgültig raus.
Gerne empfehle ich euch auch weiterhin Bücher, die aus meiner Sicht gelungen und besser sind.
Und jedem Fan wünsche ich noch viel Spaß mit den nächsten vier Bänden und das Glück, spätestens danach mal ein richtig gutes Buch zu lesen.

Spaß beiseite.

Dieser Hype konnte mich (leider) nicht einfangen, obwohl das Potenzial dafür vorhanden war und ich mich definitiv zur Zielgruppe zähle.
Wahrscheinlich werde ich mich trotzdem noch lange fragen, ob wir Rezensenten eigentlich die gleichen Bücher gelesen haben.

Verlinkt mir gerne eure Beiträge zu “Crave” oder erzählt mir, warum euch die Reihe mitnehmen konnte.

Wir lesen uns garantiert wieder beim nächsten Hype der ausbricht.

Aber bitte keine Vampire, das Thema ist denke ich von allen Seiten durch.

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